Archiv für den Monat: Dezember 2013

Achtung. Freiheit!

Liberale arbeiten nicht dafür,geliebt zu werden. Sie wollen gewählt werden, um die Freiheit des Einzelnen zu sichern, Demokratie und Rechtstaatlichkeit zu erhalten sowie privates Eigentum und Soziale Marktwirtschaft zu schützen.
Die Achtung anderer setzt die Achtung der eigenen Sache und Mitstreiter voraus. Selbstachtung also ist die Voraussetzung für den Respekt anderer. Die Botschafter der Freiheit in Deutschland leben in einem Umfeld, das ihnen überwiegend kritisch begegnet. Gefälligkeitspolitik, Liebedienerei und Gefallsucht wäre in diesem Umfeld kein Beitrag zur positiven Imagebildung.
Die Liberalen sollten sich als selbstbewusste Fürsprecher (Bürgeranwälte) derer betrachten, die ihre Grundhaltung teilen. Im Kampf für die Interessen und um Zustimmung von Überzeugungs- und Vernunfts- aber auch Gelegenheits- und Zufallsliberalen sollten Liberale sich gerade im Gegenwind als unerschrockene und geradlinige Bündnispartner für gemeinsam identifizierte Ziele präsentieren. Selbst- und Prinzipiensicherheit, Kompetenz, Selbstbewusstsein und Selbstreflektion gehen dabei mit Gelassenheit und Großzügigkeit, Humor – auch Selbstironie -, Weltoffenheit und Diskussionsfreude, Lust auf Wettbewerb und das bessere Argument einher. Gerade, wenn (der organisierte) Liberalismus am wenigsten Zuspruch genießt, wird er am meisten benötigt. Liberale arbeiten beharrlich für mehr Freiheit, auch da, wo das mehr Verantwortung und damit Anstrengung für den Einzelnen bedeutet.
“Christian, der Retter ist nah …?” Ich bleibe dabei: Einer allein wird die FDP nicht retten. Alles Gute kommt von unten. Führung braucht Gefolgschaft (i.S. v. Unterstützung.) Personenkult ist Liberalen fremd. Vorsitzende sind Erste unter Gleichen. Die FDP ist das, was die Mitglieder daraus machen. Deshalb ist neben der Personalentscheidung am Wochenende die Einigung über den gemeinsamen Weg entscheidend. Dabei ist Achtung, vor allem Selbstachtung geboten.Möge die Übung gelingen.