Ostern 2011: Hase und Maulwurf

Es grüßt in Fernsehen und auf Postern 

Der Hase frech: Wir feiern Ostern.

Und weil es nun mal ist der Brauch,

Grüߑ ich als Muntermacher auch:

Ich wünsche frohe Feiertage

Und viele Eier, keine Frage.

Die Sonne hat sich eingestellt,

Sie hüllt in Frühlingslicht die Welt.

Dem Miesmacher sei es gesagt,

Wenn er trotz Wohlstand immer klagt,

Anstatt die Trübsal anzuhecheln,

Versuche Dich im Osterlächeln.

Und Freunde, das wär‘ doch gelacht,

Wenn das die Welt nicht schöner macht.

Der Maulwurf rät von seinem Hügel:

Nimm‘ schlechte Laune an die Zügel,

Kein Mensch genießt, was um ihn blüht,

Wenn er trotz Brille gar nichts sieht.

Das Tier aus dunklem Erdreich weiß

Und gibt die Dichterwahrheit preis:

Wenn‘s auch das Augenlicht nicht tut,

Man sieht nur mit dem Herzen gut.

Statt Großem hinterher zu weinen, 

Erkenne: Dein Glück liegt im Kleinen.

In einer Geste, einem Blick

Steckt riesengroßes Frühlingsglück.

Der letzte Satz dieses Gedichts:

Ein freundlich Wort – es kostet nichts.