Archiv für den Monat: September 2009

Die richtige Frau richtig programmieren

Mit dem englischen Magazin Economist geht es der FDP darum, die Kanzlerin aus den Fängen sozialdemokratischer Kräfte zu befreien. Liberale sind überzeugt: Angela Merkel macht international eine gute Figur, um aber auch hierzulande glänzen zu können, braucht Si den richtigen Partner. Das ist auch der Inhalt meines Gesprächs mit Sebastien Vannier vom Internetauftritt der französischen Zeitschrift L’express.

Aus dem Leben eines Feindbeobachters

Wer wissen will, was Muntermachermetzner so alles macht, kann in der Tageszeitung vom 18. September einen kleinen Eindruck gewinnen:

“Im Thomas-Dehler-Haus, der Parteizentrale der FDP, hat Helmut Metzner sein Büro. Metzner trägt eine kauzige gelbe Fliege und wieselt durchs Zimmer. Er leitet die Abteilung Strategie und Kampagnen bei der FDP, und in der Welt der Nachrichtendienste wäre er vermutlich ein kleiner Agentenführer. Metzner spricht über “Geschärfte Argumentation”, “Umfeldbeobachtung” und über “FB”, das steht für “Feind- oder Freundbeobachtung”.

Metzner gibt sich offen. Er zückt einen der Aktenordner, die seine Abteilung über die anderen Parteien angelegt hat. Vermerke über Reden, Analysen von Auftritten. Er beschreibt, um was es geht, wird aber nie konkret. Aus der Hand gibt er den Ordner nicht. “Ich will Sie nicht langweilen”, sagt Metzner, “alles nur chronistisch aufgelistet, Sie wissen ja”. Dann ist der Ordner wieder weg.

Er führt in ein anderes Zimmer. Er zeigt auf ein etwa zwei Meter hohes Schaubild, an dem Kärtchen befestigt sind. “Unser Konfliktraster”, erklärt er. Auf der Längs- und Querachse sind die Parteien angebracht. Dazwischen steht zum Beispiel, dass die FDP beim Thema Homoehe Stress mit der Union bekommen kann, beim Thema Kündigungsschutz mit fast allen anderen Parteien und beim Thema Handelskammern sogar innerhalb der eigenen Reihen.

Es gibt tausend mögliche Kombinationen, und wenn man sich anschaut, wie detailverliebt das Schaubild – Metzner sagt: “die synoptische Gegenüberstellung” – dort zusammengestellt wurde, dann gewinnt man einen Eindruck davon, wie sich die Abteilung Strategie und Kampagnen monatelang mit verschiedenen Konfliktkärtchen beschäftigen kann, bevor alles Guido Westerwelle als knackiges Zitat vorgeschlagen wird.

Wenn es doch langweilig wird, hängt in dem nur 20 Quadratmeter großen Raum noch eine Deutschlandkarte, auf der die eigenen Auftritte im Wahlkampf farbig markiert sind. Die restlichen Wände sind mit Werbemotiven der FDP behängt. Wer aus diesem Raum wieder heraustritt, verlässt eine blau-gelbe Strategiewelt und trifft außerhalb des Thomas-Dehler-Hauses auf die Berliner Reinhardtstraße, nach und nach werden die FDP-Plakate an den Laternenpfählen weniger, und um die Ecke sieht man schon den Bahnhof Friedrichstraße, von wo die Eisenbahnen Menschen in den Wedding oder nach Zossen bringen – in die Realität.”

Zum gesamten Beitrag gibt es hier  TAZ 18.09.2009

Farbe bekennen

60 Millionen Menschen in den sechs größten Bundesländern werden gemeinsam von CDU und FDP regiert. Am kommenden Sonntag hat jeder die Möglichkeit auch im Bund klare Verhältnisse zu schaffen.

 Zum Angebot der FDP lohnt sich ein Blick ins Internet auf das Deutschlandprogramm “Die Mitte stärken” zur Bundestagswahl am 27. September 2009.

 Jetzt heißt es Farbe bekennen und neue Freunde gewinnen. Ich habe das mit einem individualisierten Großflächenplakat getan.